Obwohl Karate von mehr als 130 Millionen Menschen auf der ganzen Welt praktiziert wird, kennen viele nicht den Geburtsort dieser uralten Kampfsportart: Okinawa. In Japans Tropenparadies ist Karate tief in der Geschichte und Kultur der Inseln verwurzelt und geht bis ins 15. Jahrhundert zurück.  

Die Geschichte des Karate auf Okinawa geht auf eine Zeit zurück, in der die Inseln zum Königreich Ryukyu gehörten und Kampfsportarten verboten waren. Praktizierende sahen sich gezwungen, ihre Techniken im Geheimen zu entwickeln und zu verfeinern. Trotz dieser Herausforderungen blieb der Geist des Karate erhalten und entwickelte sich zu einem tiefgreifenden Ausdruck von Selbstverteidigung, körperlicher Fitness und spirituellem Wachstum. 

Lernen von den Großmeistern

Heute haben Besucher von Okinawa die einzigartige Gelegenheit, mit angesehenen Karatemeistern zu trainieren und tief in diese achtsame Praxis einzutauchen. Durch intensive Erfahrungen in traditionellen Dojos können Reisende von der Weisheit der Karatemeister lernen, ihre Fähigkeiten trainieren und gleichzeitig wertvolle Einblicke in die Philosophie und Prinzipien dieser Kunst gewinnen. 

Okinawa ist die südlichste Präfektur Japans. Verteilt auf rund 160 Inseln leben 1,4 Millionen Einwohner. Das subtropische Okinawa liegt nahezu auf demselben Breitengrad wie Hawaii, Miami und Cancun. Mit diesen weltberühmten Destinationen teilt sich die Präfektur daher das Klima, das selbst im Winter angenehm warm ist. Die Luft-Durchschnittstemperatur beträgt rund 23 °C und die mittlere Meerestemperatur sogar 25 °C. Dank drei internationaler Flughäfen kann Okinawa bspw. von Frankfurt über Tokio direkt erreicht werden. Zwischen der Hauptinsel Okinawa und den umliegenden kleineren Inseln sind zusätzlich zahlreiche Fähr- und Flugverbindungen für das Inselhopping eingerichtet.

UNESCO-Weltkulturerbe und Naturvielfalt

Okinawa entwickelte eine eigenständige Kultur, die besonders durch handwerkliche Erzeugnisse (z. B. Töpferwaren, Lackarbeiten), einer vielfältigen Regionalküche und von dort stammenden Kampfkunstsportarten, wie etwa Karate oder Kobudo, geprägt ist. Seit dem Jahr 2000 zählen zudem neun historische Stätten zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Als Insel des Gesangs und des Tanzes bekannt, wird in Okinawa bis heute auch das immaterielle Kulturerbe gepflegt. Als Beispiel dient der Ryukyu-Tanz, der sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat.

Okinawa liegt in den Subtropen und ist geprägt von unberührter, ursprünglicher Natur- und Artenvielfalt bei ganzjährig mildem Klima. Die Unterwasserwelt der Präfektur zählt zu den farbenprächtigsten der ganzen Welt. Über 250 verschiedene Korallenarten lassen sich an den tausenden Korallenbänken und -riffen vor den verschiedenen Inseln Okinawas ausmachen. Der Anblick bunter Korallen, unterschiedlichster Tropenfische und Schildkrötenarten ist ein unvergessliches Highlight für jeden Tauch- oder Schnorchelbegeisterten. Nicht ohne Grund zählt die Inselgruppe zu den beliebtesten Reisezielen für Taucher aus aller Welt.

Quelle: KLEBER GROUP 
Fotos: ©OCVB